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Amettla de mar – Alcossebre

Amettla de mar – Amposta – Vinaròs – Peniscola – Alcossebre: 103 km

Gegen Mitternacht ist etwas von außen gegen meinen Kopf gestoßen. Ich vermute eine Katze oder sowas. Das Frühstück hatte ich vor dem Zelt wegen der Ameisen hingestellt. Es war alles in einer Tüte und auch noch vorhanden. Gegen 2:40 Uhr der erste heftige Windstoß gegen das Zelt. Das hat dann die ganze Nacht nicht nachgelassen. Also wieder schön Gewichte in Form der Packtaschen in die Ecken verteilen und sich breit machen. Wenn man keine Erdschrauben hat, ist es sinnlos mit Heringen arbeiten zu wollen. Es ist ist immer steinig und sehr fest. Auch heute steht das Zelt einfach so da und ist nicht mit dem Boden verbunden. Über Nacht ist eine Regenfront über das Gebiet gezogen und brachte den Wind mit sich. Gestern habe ich noch auf das Regenradar geschaut und mit Erschrecken festgestellt, daß es nördlich der Pyrenäen immer noch gewaltige Regengebiete gibt. Bis jetzt bin ich also noch sehr gut durchgekommen.

Zuerst wieder einmal Berg- und Talfahrten entlang der Autobahn. Schieben, Bremsen weil zu steil und kurvig und das eine ganze Zeit lang.

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Ein langer dunkler Tunnel
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Da hinauf?

Nach nicht einmal einer Stunde tauchten die ersten Reisfelder auf. Sie sind typisch für das Ebro Delta. Der Ebro ist der zwei längste Fluß Spaniens und bildet ein 300m² großes Feuchtgebiet im Delta. Dies ist das größe im Mittelmeerraum. Amposta liegt genau am Ebro und hat einige nette Gebäude in der Altstadt.

Anschließen ging es einen langen Anstieg hinauf um dann in Richtung Vinaròs abzubiegen. Vinaròs liegt am Meer, die Strecke führte jedoch entlang der Bundesstraße nach Benicarló. Hier hätte ich eigentlich den Weg weiter entlang der Hauptstraße geplant. Der Eurovelo und die App zeigten jedoch eine Alternative an der Küste entlang. Der Weg war laut Komoot einige Kilometer Straße und über 12 Kilometer ein Weg. Auf die Hauptstraße hatte ich keine Lust und so bin ich geradeaus gefahren. Als dann Peñiscola auftauchte, war ich glücklich den schwierigeren Weg ausgewählt zu haben. Wow, wie schön das ist. Danach ging es noch etliche Kilometer auf einer Straße bis dann der Weg kam. Normalerweise würde ich den nicht mit dem Fahrrad fahren. Es waren aber einige Autos ebenfalls unterwegs und mir kamen Wanderer entgegen. Er ließ sich einigermaßen gut fahren. Bei ganz schlechten Abschnitten habe ich das Rad geschoben. Die Steine waren dann doch zu groß.

Bilder vom schönen Teil der Strecke:

Der Küstenabschnitt zwischen Peñiscola und Alcossebre ist schwer zugänglich und liegt in einem Naturschutzgebiet. Es wurden viel kleine Parkbuchten angelegt an denen man sein Auto parken kann. Die kleinen Strände sind fast leer und wohl nur den Einheimischen bekannt.

Der Küstenabschnitt zwischen Peñiscola und Alcossebre ist schwer zugänglich und liegt in einem Naturschutzgebiet. Es wurden viele kleine Parkbuchten angelegt an denen man sein Auto parken kann. Die kleinen Strände sind fast leer und werden wohl nur von den Einheimischen genutzt. Also der holprige Weg hat sich auf jeden Fall gelohnt. Immer am türkis blauen Meer entlang und ohne Autoverkehr.

Nach einigen spanischen Campingplätzen kann ich folgendes feststellen. Zeltwiesen gibt es nicht. Ich habe immer einen kleinen Stellplatz für einen Camper für mich. Toilettenpapier kann es geben, muss es aber nicht. Der Untergrund ist generell steinig und mit Heringen hat man keine Chance. Das Wasser aus den Leitungen ist sehr heiß und ich brauche keinen Kocher für den Kaffee am Morgen. Es gibt in den Sanitärhäusern extra Spülen für das Geschirr und welche für die Wäsche. Die Ausstattung ist bis jetzt immer sehr gut.

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