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Argelès-sur-Mer – L´Escala

Argelès-sur-Mer – Le Boulou – Le Perthus – La Jonquera – L´Escala: 94 km

Heute bin ich richtig früh losgekommen. 8 Uhr habe ich noch nie geschafft. Es lag wohl daran, dass ich keinen Kaffee hatte. Der kostet anscheinend richtig Zeit. Das Zelt war auch trocken und so ging alles schnell. Ich war auch sehr früh wach weil ich den Sonnenaufgang erleben wollte. Der war richtig schön. Fast kein Wind und außer mir nur wenige Menschen am Strand. Heute stand die Etappe über die Pyrenäen mit vielen Höhenmetern an.

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Da kommt man nicht durch!
Den Fluß durchqueren

Zuerst blockierte ein Gitter den Radweg, durch welches ich keine Chance hatte durch zukommen, anschließend die erste Durchquerung eines Baches. Es sollten noch einige dieser Durchquerungen folgen.

Nach dem Ort Maureillas-las-Illas ging es steil den Berg hinauf. Ich musste oft schieben und Pausen machen. Man fragt sich dann, warum man so viel an Ausrüstung mit sich führt. Wo kann man Gewicht sparen? Ziel war der Pass „Col de Panissars“ kurz vor der spanischen Grenze.

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Blick nach Spanien hinunter.

Anschließend ging es ziemlich schnell auf der Landstraße den Berg hinunter. Geradeaus das Rad rollen lassen bis zur nächsten Ortschaft. Von da an ging es auf dem spanischen Teil des Eurovelos 8 weiter. Dieser ist auch gut ausgeschildert, führt aber manchmal über holprige Feldwege. Ich habe diesen dann verlassen und bin auf der Straße gefahren. Rennradfahrer sind ein gutes Zeichen, dass man richtig ist.

Hier war das Wasser einfach zu tief und ich bin barfuß das Rad schiebend auf die andere Seite gelangt. Ein erfrischendes Fußbad ist auch nicht schlecht bei sommerlichen Temperaturen.

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Eigentlich wollte ich einige Ortschaften früher auf einen Campingplatz gehen, aber die Beine waren noch stark und ich bin bis LˋEscales gefahren. Ein kleiner Ort an der Costa Brava in dem noch die Hälfte der Geschäfte geschlossen hat. Spanien ist ganz anders wie Frankreich. Spanien hat keinen solchen gehoben Stil hier. In Frankreich ist alles schick und schön, hier ist es mehr rustikal. Das Bier in Frankreich kostet sechs bis 9 Euro wenn es ein großes Glas sein soll. Hier kostet es nur 3.20 Euro am Campingplatz, sogar mit Oliven dazu. Das Publikum ist auch anders wie in Frankreich. Nicht so schick, mehr Tattoos und billiger gekleidet.

Der Campingplatz ist zweckmäßig, die sanitären Einrichtungen sind schon in die Jahre gekommen. 15 Euro ist aber in Ordnung für die Leistung. Er ist im Zentrum der Stadt gelegene und in Laufweite ist der Strand und der Supermarkt. Das Zelt steht auf einer Terrasse und die Duschen haben warmes Wasser. Was will man mehr.

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Klein und ohne Ablage, so wie ich es mag.
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Pizza zum Abendessen

Nach einem Spaziergang am Strand habe ich mich auf die Suche nach Abendessen gemacht. Viele Lokale waren noch geschlossen, oder hatten nicht das passende Angebot. Ich bin dann auf eine kleine Pizzeria an der Hauptstraße gestoßen. Eine große Pizza BBQ und ein kleines Bier: 11,40 Euro. In Frankreich mindestens 10 Euro mehr. Der Wirt war erstaunt, dass ich die ganze Pizza geschafft habe. Das Besondere ist in diesem Lokal: Das Trinkgeld kommt in ein Huhn aus Keramik und Wirt und Gehilfin fangen dann an wie ein Huhn zu gackern.

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