Castillo de Baños – Motril – Almuñécar – Nerja – Torre del Mar: 93 km
Am Abend fand eine Fiesta Iberica im Restaurant des Campingplatzes statt. Ich sah am späten Nachmittag schon den DJ sein Equipment aufbauen. Nach einen Einkauf im lokalen kleinen Supermarkt und einem Schläfchen wollte ich das Abendessen zu mir nehmen. Die Aussage war dann, dass die Küche erst wieder gegen 21 Uhr aufmacht. Ich hatte eine Tüte Kartoffelchips gekauft, welche ich gleich verzehrt habe. So gegen 20 Uhr bin ich dann der lauten Musik folgend, zum Restaurant gegangen. Die Spanier waren bereits am hart abfeiern. Mit Bier gibt sich der Spanier nicht ab. Hauptsächlich Mischgetränke mit Gin, Whiskey oder anderen harten Sachen. Die Bedienungen haben auch immer eine ordentliche Mische gemacht. Das mit der Küche hat mir zu lange gedauert und ich bin dann gegangen. Die Feier und die laute Musik ging bis 1 Uhr in der Nacht. Ich habe aber trotzdem gut geschlafen, weil ich doch etwas müde war.
Ich war früh wach und habe sofort angefangen einzupacken. Der Plan war so früh wie möglich loszufahren um der Hitze zu entkommen. Der Garmin hat mir schon wieder 7 Berge angezeigt. Der erste gleich nach dem Start mit kalten Muskeln.

Die Spanier scheinen vor allem am Sonntag Rad zu fahren. Es waren etliche Gruppen unterwegs von denen immer freundliche Worte, oder ein Holá kommt. Einen Berg konnte ich entschärfen, weil ich wie die anderen durch einen Tunnel gefahren bin. Sonst wäre der Weg aussen herum und hinüber gewesen. Das schlimmste Stück war von Almuñécar hinauf. 120 Höhenmeter mit zweistelligen Prozenten. Da habe ich nur noch in kleinen Etappen geschoben. Die letzten Anstiege waren dann wieder im kleinsten Gang fahrbar. Eine Gruppe von 3 Engländern mit denen ich gesprochen hatte, zeigten mir eine Quelle 100 Meter abseits der Straße mit frischen Wasser. Sogar die Einheimischen füllen sich hier das Wasser in Mengen ab. Es ist ganz frisch, ohne Chlor und sonstigen Zusätzen.


In Maro dann eine längere Mittagspause um sich von den Bergen zu erholen. Die Berge waren nun vorbei es ging nur noch flach an der Küste entlang. In Nerja bin ich nochmals zu den Balcón de Europa gefahren. Den kannte ich zwar schon von einer früheren Reise nach Andalusien. Ich hatte den ganz schnuckelig in Erinnerung. Komplett überlaufen mit Touristen, die ersten Asiaten und überall Menschen in den Gassen. Nach dem Pflichtbild gleich weiter. Der Rest war nichts besonderes mehr. Alle Lokale voll, die Spanier verbringen den Sonntagnachmittag zusammen bei Essen und Trinken.
Bei Lidl, der am Sonntag bis 15 Uhr geöffnet hat, Teilchen mit Schinken – Käse und das Abendessen gekauft. Die Trinkmilch mit Obst welche ich oft kaufe hat eine ganz miese Zusammensetzung wie ich feststellen mußte. Von dem abgebildeten Obst ist nur jeweils 1.2% enthalten. Der Rest macht Farbe und Geschmacksstoffe. Am Campingplatz noch ein Plätzchen ergattert. Schön schattig unter einem Netz. Die Vögel nerven auch wieder. Am lautesten sind die Halsbandsittiche. Und die Spanier haben gerne „Hunde“. Einen habe ich doch glatt mit einer Ratte verwechselt. Sie stehen auf die eher kleinen Rassen.
Streckenverlauf:

