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Hausen im Tal – Wangen

Hausen im Tal – Tuttlingen – Radolfzell – Wangen: 91 km

Dröp!? Dröp,Dröp!? Dröp,Dröp, Du liegst gemütlich in deinem Zelt und gegen 6:30 Uhr vernimmst du dieses Geräusch. Du denkst dir: „Es wird doch wohl nicht anfangen zu regnen?“. Der Regen war erst im Laufe des Vormittags gemeldet. Ein kurzer Blick in den Himmel zeigte eine ziemlich dichte Wolkendecke. Es tröpfelte aber erst eine gute halbe Stunde lang. Ich habe die Zeit genutzt, um das Zelt und die Ausrüstung zu verpacken. Für den kompletten Zeltaufbau mit Luftmatratze aufblasen etc. benötige ich ca. 10 Minuten. Das Verpacken benötigt mindestens 30 Minuten.

Die Regenjacke habe ich gleich angezogen. Also ohne Kaffee, nur mit Keksen auf den Donauradweg. Trotz schlechtem Wetter war es ein Erlebnis, diese faszinierende Gegend zu sehen. Viele Burgen ganz oben auf hohen Felsen. Die Regenhose habe ich dann auch noch angezogen. Heute bin ich den ganzen Tag mit meinen Sandalen gefahren. Ich wollte die guten Schuhe nicht nass machen.

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Donautal
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Bei Fridingen kam ich an einer der Donauversinkungen vorbei. Das versinkende Wasser unterquert die Europäische Hauptwasserscheide, tritt überwiegend im Aachtopf wieder zutage und fließt über die Radolfzeller Aach, den Untersee des Bodensees und den Rhein in die Nordsee. Zeitweise versinkt das Donauwasser vollständig, womit der Oberlauf der Donau zum Zufluss des Rheins wird.

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Die Donauversickerung
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In Tuttlingen habe ich Pause gemacht und einen Cappuccino getrunken. Hier habe ich vom Donauradweg verlassen und bin auf den Eurovelo 6 abgebogen. Der Eurovelo 6 folgt der Donau von Tuttlingen bis an das schwarze Meer. Gleich in Tuttlingen kam ein böser Anstieg von über 250 Höhenmetern über viele Kilometer. Die meiste Zeit habe ich das Rad geschoben weil dies einfach mehr Kräfte spart als sich im ersten Gang einen abzustrampeln. Oben ist dann ein Skihütte. Das Wetter wurde allmählich besser und die Regenhose verschwand wieder in der Packtasche. Nun ging es mit einigen kleinen Anstiegen 25 Kilometer bergab zum Bodensee.

Der Döner zur Belohnung nach den schweren Anstieg und dem schlechten Wetter. Der mächtigste Döner den ich je gegessen habe. Er hatte wohl noch altes Fleisch das weg musste. Der Imbiss hatte den verlockenden Namen „lecker schmecker“.

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Weiter ging es zum angestrebten Campingplatz in Wangen. Zum Glück habe ich das Roaming im Handy abgeschaltet. Hier in der Grenzregion gibt es nur noch das schweizer Netz. Das wird teuer weil die Schweiz nicht zur EU gehört. Der Campingplatz hat aber ein super WLAN Netz, dass bis zum Zeltplatz reicht. An einer Laterne hängen zwei Stromkabel heraus, an denen man seine elektronischen Geräte laden kann. Nach dem Zeltaufbau bin ich noch zum Lidl geradelt um für morgen einzukaufen. Ich möchte nichts in der Schweiz kaufen müssen.

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