Narbonne – Leucate – Le Barcarès – Argelès-sur-Mer: 83 km
Ich bin auch heute wieder erst gegen 9 Uhr losgekommen. Handy im Waschraum aufladen, Hühner füttern, mit einem anderen Radfahrer austauschen – das braucht Zeit. Der andere fährt nach Italien und hat fast nichts dabei. Als Zelt nur so ein kleines Ding als Netz und eine Unterlegplane. Das „Zelt“ wird dann zwischen zwei Bäumen oder sonstigem mit Hilfe einer Schnur gehalten. Mein Campingstuhl und der Kocher sind schon eine ganze Tasche voll. Die Daunenjacken braucht auch relativ viel Platz. Ich kann und möchte darauf nicht verzichten. Heute habe ich wieder einen schönen Campingplatz direkt am Meer, aber ohne Sitzgelegenheiten. Herrlich zwischen Pinien Bäumen und eigenem Strandzugang.
Die ersten 16 Kilometer waren eigentlich kein Radweg, sondern ein Single Trail für Mountainbikes. Es gab auch keine Beschilderung für den Eurovelo. Ich habe mich an der App orientiert. Der Weg verläuft am Canal du Robine entlang, welcher riesige flache Seen durchquert. Es gibt auch eine Bahnlinie zur Küste auf diesem schmalen Stück Festland.


Danach wurde die Strecke kurz besser, bevor sie wieder eine eklige steinige Piste wurde. Auf diesem Stück habe ich dann doch einige hundert Meter geschoben. Besser einen Sturz vermeiden und das Material schonen. Dann noch ein bisschen auf festem Sand durch Marschland bis zu einer festen Straße. Vor Leucate endlich nach 30 gefahrenen Kilometern die Ausschilderung des Eurovelos. Danach ging es jedoch gleich auf ein Plateau hinauf. Da war schieben angesagt, weil der Anstieg zwar kurz aber steil war.
Die restliche Strecke ging dann mit Rückenwind auf geteerten Wegen dem Ziel entgegen. Es wechseln sich kleinere touristische Ortschaften mit Abschnitten ohne Bebauung ab. Auf den Stränden findet man noch wenige Menschen vor. Das Wasser ist sportlich frisch aber sehr sauber.


Im Hintergrund sind schon die mit Schnee bedeckten Gipfel der Pyrenäen zu sehen. Ich hatte vor über Andorra zu fahren. Ist aber zu kalt und zu steil.

Streckenverlauf:

