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Peniche – São Pedro de Moel

Peniche – Óbidos – Nazaré – São Pedro de Moel: 81 km

Den Sturm hatte ich und das Zelt gut überstanden. Ich hatte es mit allem was ich hatte befestigt und beschwert. Gut geschützt in einer Ecke umgeben von zwei Mauern hatte ich es aufgestellt. Check-out um 8 und dann gleich los auf die schwere Strecke über Nazaré. Peniche liegt auf einer Landzunge in das Meer hinaus mit ein paar vorgelagerten Inseln. Es gibt eine riesige Dünenlandschaft im oberen Bereich.

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Peniche mit alter Stadtmauer
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Die Dünen von Peniche

Die erste Richtung war westlich und bot wenig Gegenwind, teilweise auch Rückenwind. Wie an jedem Sonntag waren wieder viele Rennradfahrer unterwegs. Die erste größere Ort war Óbidos. Sie wird von einer großen mittelalterlichen Burganlage überragt und gilt als eines der schönsten Dörfer Portugals. Das wenn man vorher gewusst hätte.

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Aquädukt von Óbidos
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Óbidos

Danach ging es immer weiter nach Norden, Nazaré entgegen. Ich war schon gespannt auf das Meer und die berühmten Wellen, die im Winter bis zu 30 Meter hoch werden können. Der Wind blies ordentlich und die Sonne schien auch die ganze Zeit. Nazaré liegt unten am Meer und oben auf einem Hügel, von dem man zu dem Foto-Spot am Leuchtturm kommt. Also über hundert Höhenmeter hinauf auf die obere Stadt und dann festzustellen, daß der Leuchtturm wieder ganz weit unten liegt. Von oben sieht man den nicht und man muß wirklich hinunter und dann wieder hinauf.

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Bucht von Nazaré
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Nordstrand

Also von den großen Wellen war nichts zu sehen. Die spektakulären Aufnahmen entstehen im Winter mit ordentlich Zoom, welches die Entfernungen verkürzt und dramatischer erscheinen läßt. Natürlich ist alles voller Touristen und Parkplätze sind Mangelware in den engen Gassen.

Es waren dann nur noch ein wenig über 20 Kilometer bis zum Campingplatz. Ziemlich flach und viel grüner Wald rechts der Straße. Ich konnte den Platz frei wählen und wie ich mit dem Zeltaufbau fertig bin stelle ich fest: Irgendwelche abgetrennten Teile von einem Busch oder ähnlichen stechen durch den Zeltboden und die reisfeste Unterlage. Das wäre der Tod für die Luftmatratze gewesen. Also das Zelt leer gemacht und anschließend komplett 30 Meter weiter gezogen und neu mit den Heringen verankert. Das Zelt ist nach der Tour am Ende denke ich. Bei Regen kommt schon Wasser unten durch.

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