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Santa Susanna – Vilanova i la Geltrú

Santa Susanna – Mataró – Barcelona – Vilanova i la Geltrú: 60 km

Auf dem Campingplatz war eine größere Jugendgruppe untergebracht. Die Älteren hatten im Hauptgebäude Disco bis um halb 12 Uhr nachts. Ihnen wurde aber kein Alkohol gegeben und ansonsten waren sie sehr leise. Ich hatte schon Angst, dass mir ein betrunkener Teenager an das Zelt pinkelt. Es gab auch eine Security am Eingang die sogar in der Nacht Kontrollen gemacht hat. Der Security Mann hat mich zweimal mit seiner Taschenlampe geweckt, als der den Platz abgelaufen ist.

Der Nachbar hatte mir am Nachmittag des Vortages seinen Hammer geliehen, weil der Boden steinhart ist. Ohne den Hammer hätte ich die Heringe niemals in den Boden gebracht. Ich kam ganz schön ins Schwitzen die wieder heraus zu bekommen. Einen habe ich zurück gelassen, weil er in der Wurzel einer Pinie steckte und sich überhaupt nicht bewegen ließ.

Ich bin wieder zeitig aufgebrochen und erst einmal 8 Kilometer an der Küstenpromenade entlang gefahren. Eliche Jogger und Menschen mit Hunden waren unterwegs.

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Fahrradweg macht eine Schlaufe

Danach ging es auf die Hauptstraße in Richtung Barcelona. Mir sind insgesamt über hundert Rennradfahrer entgegen gekommen. Mangels Platz gibt es hier keinen ausgewiesenen Radweg. Es ist aber der offizielle Radweg und wird entsprechend genutzt. Irgendwann, etwa 10 Kilometer vor Barcelona, gibt es wieder einen expliziten Radweg bis in die Stadt hinein. In Barcelona sind dann, wie in Frankreich, extra Spuren für Radfahrer vorhanden. Je näher man der Sagrada Familia kommt, desto mehr Touristen sind unterwegs, meistens in Gruppen von 50 Personen mit Reiseführer der einen Stock in die Höhe hält.

Barcelona Bilder:

An der Sagrada Familia habe ich eine Pause eingelegt und nach einem Campingplatz gesucht. Der nächste mit guten Bewertungen war in Vilanova, was über 55 Kilometer entfernt ist. Nähere Plätze hatten sehr schlechte Bewertungen von „Nur Einheimische in alten Wohnwägen“, „Mir wurde eine Morddrohung in die Motorhaube geritzt“ und andere Sachen die einem sehr Nachdenklich stimmen.

Die Routenberechnung ergab dann noch fast 900 Höhenmeter auf diesem Stück. Das ist sogar mit dem Rennrad ziemlich herausfordernd. Über die Pyrenäen waren nicht so viele. Also habe ich die spanische Bahn getestet. 5,05 Euro für mich, Fahrrad kostet wohl nichts. Es gibt kein Fahrradabteil und so mußte ich es am Einstieg abstellen.

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Bahnhof von Vilanova

Sehen wir das als Ruhetag an. Ich bin nun seit 3 Wochen unterwegs und hatte nur einen Tag Pause in Lyon. Der Campingplatz hat Supermarkt, Pool, Aqualandschaft und andere Annehmlichkeiten zu bieten. Er liegt einige Kilometer vom Strand entfernt.

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Hier sitze ich und schreibe
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